Vortrag im Amtshaus: Barbara Kintaert erzählt von Wanda Lanzer
Zuerst Lehre, dann Matura: Was heute als „zweiter Bildungsweg“ bekannt ist, begann Ende 1922 als „Mittelschulkurs sozialistischer Arbeiter“ und geht zurück auf die Erwachsenenbildnerin Wanda Lanzer. Das Programm ist bis heute erfolgreich, seine Begründerin aber kaum bekannt – die Leistungen von NS-Vertriebenen wurden in Österreich gerne vergessen, die von Frauen ohnehin.
Derzeit erinnert aber die Ausstellung „Vierzehn Leben. Währingerinnen und der Nationalsozialismus“ im Amtshaus Währing an Wanda Lanzer, schließlich ist sie hier im Bezirk aufgewachsen. Dass Informationen zu ihrem Leben und Werk zugänglich sind, verdanken wir dabei vor allem Barbara Kintaert: Bis zu ihrer Pensionierung 2020 war sie in der Sozialwissenschaftlichen Dokumentation der AK-Wien tätig, wo sie auch zu vertriebenen jüdischen Bibliothekarinnen in der Kinderfreunde- und Arbeiter*innen-Bewegung forschte. Was Barbara Kintaert dabei alles herausgefunden hat, erzählt sie dem interessierten Publikum: Am 28. April, um 18 Uhr im Foyer im Amtshaus Währing, Martinstraße 100 (barrierefrei).
Foto: © Helena Lanzer-Sillén

