Beim Info-Termin am 16. September wurde die Planung zur Neugestaltung des Platzes präsentiert. Mit einer Erweiterung des Parks und einer Fußgänger*innen-Zone soll der Platz attraktiver, vielfältiger nutzbar und klimafit werden.
Menschen sitzen gemütlich im Schatten auf einer Bank, Kinder sausen gefahrlos herum oder erfrischen sich im Wasserspiel, die Nachbarschaft trifft sich zum Plaudern, manche liegen in der Hängematte und lesen, andere trinken einen Kaffee im Schanigarten und schauen dem bunten Treiben zu. Der Aumannplatz liegt im Herzen Währings und hat alles Potenzial für einen wunderschönen urbanen Platz: von gründerzeitlichen Gebäuden gerahmt, eine Parkanlage mit alten Bäumen in der Mitte, Lokale, Geschäfte und Ateliers wollen Leben auf den Platz bringen – nur gibt es dafür derzeit wenig Platz am Aumannplatz. Und das soll sich mit der Neugestaltung ändern.

Damit wird der Park direkt an die Fußgänger*innen-Zone angebunden, bleibt aber mit seinem alten Baumbestand und den historisch angelegten Flächen die ruhige Mitte des Platzes. Die Fußgänger*innen-Zone bietet viele Möglichkeiten als Treffpunkt zum Plaudern, für einen gemütlichen Kaffee im Schanigarten oder einfach zum Ausruhen. Mit unterschiedlichen Sitzmöbeln, Hängematten, einem Wasserspiel und einer kleinen Bühne für Lesungen oder kleine Konzerte wird der Platz ansprechender und vielfältiger nutzbar.
Für ältere Menschen, die vielen Schüler*innen, für alle, die hier zu Fuß unterwegs sind, wird es wesentlich angenehmer und sicherer: Von der Klostergasse und von der Vinzenzgasse kommt man ganz ohne Fahrbahn-Querung und ohne Autoverkehr direkt in den Park oder zur Straßenbahn-Haltestelle Richtung Innenstadt. Und auch die Querung der Gentzgasse bei der Türkenschanzstraße ist durch die Änderung der Gleislage und Gehsteigvorziehungen kürzer und übersichtlicher.

Die Neugestaltung sorgt auch für zusätzliche Begrünung: 450 m2 Entsiegelung erweitern die Parkfläche und bringen mit Pflanzbeeten und über 25 neuen Bäumen mehr Grün auf den Platz. Fußgänger*innen-Zone und Parkwege werden gepflastert, damit sind auch die befestigten Flächen versickerungsfähig und hell und heizen sich so weniger auf. Regenwasser und das Wasser des Wasserspiels mittels Schwammstadt werden außerdem zur Bewässerung genutzt.
Im Zuge der Neugestaltung wird zudem die überfällige Erneuerung der Park-Beleuchtung durchgeführt. Und der Platz bekommt endlich wieder eine fixe WC-Anlage nahe der Straßenbahn-Haltestelle.
Auf die Anforderungen der angesiedelten Geschäfte, Unternehmen und Lokale wurde mit Liefermöglichkeiten, einer Ladezone, einem Behindertenparkplatz und einer Haltezone für den schnellen Einkauf eingegangen. Der Taxi-Standplatz im Anschluss an die Haltestelle „Aumannplatz“ in der Währinger Straße und die Wien-Mobil-Station am westlichen Teil des Platzes ergänzen das Mobilitäts-Angebot.

Die Radverbindung von Pötzleinsdorf bis zum Gürtel wird weiterhin vom Radweg Währinger Straße über die Klostergasse zur fahrradfreundlichen Schulgasse geführt – die bisher provisorische Anbindung mittels Betonleitwänden wird nun für Fuß- und Radverkehr auch baulich übersichtlich ausgeführt. Für andere Ziele kann der Radverkehr auch durch die Fußgänger*innen-Zone fahren.
Die vorgestellte Planung basiert auf den Ergebnissen einer Bürger*innen-Beteiligung in den Jahren 2022 und 2023. Möglich wird sie durch eine Neuorganisation des Verkehrs, die von MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) auf Basis einer Verkehrszählung vorgeschlagen wurde: Damit fährt der Autoverkehr nicht mehr in einem überdimensionierten Kreisverkehr rund um den Platz, sondern in beiden Richtungen auf der Gentzgassen-Seite. Zusätzlich werden die Einbahnrichtung der Argauergasse von der Währinger Straße zur Gentzgasse und jene der Köhlergasse von der Gentzgasse zur Währinger Straße geändert – so bleiben auch kleinräumig alle Relationen ohne große Umwege erhalten. Der Autoverkehr kann so im Wesentlichen fahren wie bisher (selbstverständlich auch auf der Währinger Straße stadteinwärts weiter Richtung Gürtel und Innenstadt), braucht aber viel weniger Platz. Dafür kann die Währinger Straßen-Seite des Platzes verkehrsberuhigt und als Fußgänger*innen-Zone vielfältig nutzbar gemacht werden.

Mit diesem Hintergrund wurde 2026 die Planung zur Neugestaltung gestartet. Von Mai bis Ende September informiert eine Pop-Up-Ausstellung direkt vor Ort und präsentiert die jeweils aktuellen Planstände. Bis Mitte Juni waren alle Währinger*innen eingeladen, Rückmeldungen zum präsentierten Grobkonzept einzubringen. Unter Einbeziehung des gesammelten Feedbacks wurde aus dem Grobkonzept die präsentierte Planung erstellt, auf deren Basis nun wiederum eine valide Kostenschätzung erfolgt. Ob das Projekt im nächsten Jahr umgesetzt wird, entscheidet die Währinger Bezirksvertretung.
Mehr Informationen zum Projekt auf der Website des Bezirks Währing: wien.gv.at/waehring/neugestaltung-aumannplatz
Bilder, so nicht anders angegeben (c) BV18

