Ahorn, Platanen und Winterlinde: Währing begrüßt seine neuen Mitbewohner
Mit den unterschiedlichen Projekten, die der Bezirk im laufenden Jahr umgesetzt hat, wurden in Summe 28 neue Baumstandorte im Straßenraum Währings geschaffen. Gepflanzt werden sie alle jetzt im Herbst und Frühwinter.
Gute Gelegenheiten nutzen
Manche der neuen Baumstandorte verdanken sich den Wünschen der Währinger*innen: die Eschen und der Tulpenbaum beim neuen Grätzlwohnzimmer, das gerade an der Ecke Antonigasse-Hildebrandgasse entsteht, oder die jungen Linden gegenüber dem neuen Schulvorplatz des BRG18 in der Schopenhauerstraße. Beide Projekte wurden im Zuge des Währinger Klimateams ausgewählt – aufgrund eingereichter Ideen aus der Bevölkerung.
In anderen Fällen packt der Bezirk Gelegenheiten beim Schopf: „Wir haben erst zu Jahresbeginn erfahren, dass in Teilen der Michaelerstraße und der Plenergasse die Wasserleitungen getauscht werden. Und haben uns sehr schnell entschieden, diese Chance für die Begrünung dieser bislang eher grauen Straßenabschnitte zu nutzen“, so Bezirksvorsteherin Silvia Nossek. Denn wenn die nach Aufgrabungen notwendige Wiederherstellung genutzt wird, neue Baumstandorte anzulegen, spart das dem Bezirk Geld. Und die Anrainer*innen bekommen mehr Grün in ihre Gasse, ohne die Unannehmlichkeiten einer weiteren Baustelle.

Bezirk mit der höchsten Baumdichte
Währing ist bereits jetzt der Wiener Bezirk mit der höchsten Dichte an Straßenbäumen: Pro 100 Meter Straße begegnet man hier im Schnitt 6,4 Bäumen, insgesamt sind es 4.055 Exemplare. Dazu kommen 6.427 Bäume in den Währinger Parks, sowie die ungezählten „privaten“ Bäume in den Gärten und Innenhöfen der Währinger*innen.
Und das ist für alle gut: Denn Bäume sind nicht nur einfach schön – sie kühlen im Sommer und verbessern die Luft- und Lebensqualität ihrer Umgebung. „Deshalb pflanzen wir mehr davon, wo immer es möglich ist“, so Silvia Nossek. „Vor allem in bislang grauen, baumlosen Straßenzügen, in denen die Menschen unter der zunehmenden Hitze besonders leiden, wie zum Beispiel in der Theresiengasse oder jetzt in der Antonigasse“.
Stadtbäume: Hart im Nehmen
Und was wird da genau gepflanzt? Das hat sich über die Jahre geändert: Kastanienalleen beispielsweise können nicht mehr angelegt werden, weil diese, wie viele andere heimische Arten, dem sich erhitzenden Klima nicht gewachsen sind. Stattdessen haben die Wiener Stadtgärten ein Sortiment aus 25 hitzeresistenten Baumarten zusammengestellt, die künftig die Stadt begrünen sollen.
Denn Stadtbäume führen ein hartes Leben: Aufgrund des Autoverkehrs müssen sie mit versiegeltem Boden, verdichtetem Erdreich und abgasverschmutzter Luft zurechtkommen, durch die Klimakrise kommen außerdem Hitze, Dürre und Starkregen-Ereignisse dazu. Dazu dürfen Stadtbäume keine Früchte tragen, die im Sommer rutschig und stinkig werden – und gut gewachsen und hübsch anzusehen sollten sie außerdem noch sein!
All das trifft auf die neuen Währinger Bäumchen zu. „Wir werden unser Möglichstes tun, damit sie in ihrer neuen Umgebung gut anwachsen und hoffentlich ein langes Leben haben – und wünschen ihnen frohes Wachsen und blühendes Gedeihen!“, so Silvia Nossek.

